Rezension Concerto 2015

Der zweite Tonträger von Susanne Plahl unter eigenem Namen. Und wie der Vorgänger, „Brand New Recipe", wird auch hier einiges an Stilvielfalt geboten. Natürlich bildet den Ausgangspunkt der Reise der Blues. Getreu jenem Motto, das sich auch auf ihrer Homepage wiederfindet: „Blues gewährt Freiheit für Interpretation, Emotion und Ausdruck".

Also lässt die Sängerin, die auch überaus kompetent zur Bluesharp zu greifen vermag, Interpretation und Inspiration freien Lauf und lässt vierzehn Songs aus der eigenen Feder fließen. Gemäß ihrem eigenen - zitierten - Anspruch beschränkt sie sich dabei nicht auf den „klassischen" Zwölftakter, der sich etwa in „Skyscraper", „Blues In My Soul" oder in „Close To You" manifestiert, sondern setzt auch auf 70s-Flair („Colours"), Rock („Mr. Caveman") - mit Anklängen an bewährte Slash-Riffs oder exquisite Balladen („A River Runs Dry") mit „schlichter" Klavierbegleitung.

Akustisches gibt es mit „You Confuse Me", Basslastiges mit „A Simple Thing", Swingendes mit „Restless Blues", Emotional Dampfendes mit „I Could Not Read". Dies alles belegt, dass sich Plahl sowohl als Sängerin als auch als Songwriterin nicht einengen lässt und den Liedern selbst genügend Raum lässt, sich zu entwickeln. Unterstützt wird sie dabei von einer Band, deren jugendliches Feuer ebenso brennt, mit Stephan Kutscher an der erstklassigen Gitarre, Constanze Höffinger am Bass und Reinhard Höbart hinter den Drums. Die unzähligen Tastenexkursionen trefflicher Natur kommen von Christoph Kögler, der dem Album zusätzliche, exquisite Atmosphäre verpasst. Gastspiele stammen von Herby Dunkel, Benji Hösel, Steve Criss und Gerry Lülik. Natürlich wirkt auch Mastermind, Labelchef und Drummer Peter Müller mit. Unter-stützt wurde die Platte einmal mehr von der rührigen Casinos Austria Music Line. Chapö! -DiHo-