CD Colours - Blues In Germany

Seit kurzem gibt es das brandaktuelle Album „Colours“ der in Wien lebenden Sängerin Susanne Plahl. Bereits das  recht farbenfrohe Albumcover sorgt für den ersten Hingucker. Beim Öffnen des Cover präsentiert sich als zweiter Hingucker die fünfköpfige Band „The Lightning Rod“.

Die Zusammensetzung der Band hat sich komplett geändert, niemand der mitwirkenden Musiker des Debütalbums ist an der neuen Produktion beteiligt. Das Erstlingswerk war geprägt durch die Zusammenarbeit mit Hermann Posch und dessen musikalischen Einfluss auf die damals junge Rocksängerin die sich auf den Weg machte die Blueswelt zu erobern.

Mit ihrem neuen Album „Colours“ ist sie in der Blueswelt mit all seinen Facetten und Farben angekommen, besser kann ein Albumtitel kaum gewählt werden. Dabei war der Weg nicht unbedingt leicht, so wurde die Albumproduktion über Crowdfunding, eine Variante für die Finanzierungen mit Fremdmitteln, ermöglicht. Um es vorweg zusagen, es hat sich gelohnt.

Mit „Colours“ haben „Susanne Plahl & The Lightning Rod“ ein beachtenswertes Album veröffentlicht das nicht nur in der Bluesszene in Österreich für Aufsehen sorgen wird, das Album hat schlicht das Format auch international beachtet zu werden.

Alle 14 Songs fächern die Farbpalette des Blues auf und sorgen für eine gute Stunde abwechslungsreiche Unterhaltung. Nach dem Opener „Skyscraper“ und einem feinen Gitarrenintro von Stephan Kutscher nimmt die Band bereits von Anfang an richtig Fahrt auf.

Bei „Restless Blues“ gibt es Blues Country Blues mit einer gut aufgelegten Susanne Plahl deren Stimme ein bisschen an  Bonnie Raitt erinnert. Mit „I Could Not Read“ gibt es das erste Highlight des Albums und ist geprägt von Susanne Plahl’s Stimme die bluesiger kaum sein kann und unter die Haut geht.

Die ruhigeren Songs des Album sind Susanne Plahl auf den Leib geschnitten, das gilt für die Songs „Blues in My Soul“ und besonders  für „A River Runs Dry“, bei dem sich Stimme „pur“ und feines Tastenspiel zu einer sehr gefühlvollen Ballade vermischen.

Ganz tief in den Blues taucht die Band beim Song „You Confuse Me“. Stimme , Gitarre und Harp erinnern mehr an einen Juke Joint im Mississippi Delta als ein Bluescafe im Schatten des Wiener Prater. Einfach gut.

Die restlichen Songs erzählen im Stil des Big City Blues recht interessante Geschichten die Susanne Plahl zu Papier gebracht und geben dem Album ein solides musikalisches Grundgerüst.

Fazit:
Das Album „Colours“ ist nicht nur besonders hörenswert sondern auch ein Glücksgriff – für ihr Label „Styx Records“, für Susanne Plahl und Band – aber vor allem für Liebhaber feiner Bluesmusik. Daher gibt es ein ganz klare Kaufempfehlung.

www.germanblues.org/cd-review-susanne-plahl-colours/